Extrem daneben ist eine Menge an deutschen Zuständen: Der verdrängende und verklärende Umgang mit alten und neuen Nazis haarsträubend. Das Agieren des Verfassungsschutzes braun triefend und geschichtsvergessen. Und der Staat nicht nur auf dem rechten Auge blind, sondern Garant für den ganzen Müll kapitalistischer Vergesellschaftung und das Andauern der Gewaltverhältnisse.

Um diese verkappte Ordnung aufrecht zu erhalten und sich beispielsweise nicht mit dem tief in der deutschen Gesellschaft verankerten rassistischen Grundkonsens auseinandersetzen zu müssen, ziehen politische Entscheidungsträger_innen wieder und wieder die Extremismusformel heran. So meinen sie fein säuberlich kategorisieren und bekämpfen zu können, was ihre Form von Demokratie bedroht. Einem Hufeisen gleich soll sich diese Gesellschaft gestalten – und in dessen Mitte die aufrechten Demokrat_innen stehen! Was für ein Quatsch!

All das finden wir extrem daneben!
Deswegen: Nazis angehen, Extremismusformel bashen, Kruse & Co. von ihren Posten hauen, das falsche Ganze kritisieren!

Und lieber extrem abgehen! Zum Beispiel beim Tanzvergnügen am 22. Juni 2012 im JuZI. Die Party zur Kampagne bietet extrem gute Musik: es gibt 80er, Electro, Punk und anderes Gedöns auf die Ohren!