Wohnraum-Aktivist*innen haben das seit 2009 leerstehende ehemalige DGB-Haus am Platz der Synagoge besetzt. Sie wollen dort ein selbstverwaltetes Wohnprojekt gründen, dass für verschiedene Gruppen, wie Geflüchtete, finanzschwache Studierende, ALG II-Empfänger_innen, Geringverdienende und andere Prekarisierte offen sein soll. Angesichts überfüllter Geflüchtetenunterkünfte und dem in Göttingen seit einiger Zeit chronischem Mangel an bezahlbarem Wohnraum, begrüßt die Initiative Extrem Daneben die Besetzung ausdrücklich und spricht den Aktivist*innen ihre volle Solidarität aus.

„Der NSU hat sich vor gerade mal drei Jahren selbst enttarnt und die Dimension der rassistischen Mordeserie ist bis heute nicht aufgeklärt – die Mordserie droht von breiten Teilen der deutschen Gesellschaft gar verdrängt zu werden. Parallel dazu erleben wir gerade eine rassistische Konjunktur, die stark an die Wiedervereinigungspogrome der 90er Jahre erinnert. Vor diesem Hintergrund begrüßen wir diese antirassistische Aktion nicht nur, wir halten sie für einen notwendigen praktischen Schritt, um dem Rassismus etwas entgegen zu setzen,“ so ein Mitglied der Initiative.